Die Messikatzenbande [Tiger Stolchi Püpi Lilly] Inzuchtfall

Re: Die Messibande, oder ein furchtbarer Inzuchtfall

Beitragvon Eddalotte » Mo Okt 28, 2013 8:39 pm

Hallo ihr lieben:

In unserer nächsten Vereinszeitung erscheint ein Text der 5. Ich schreibe ihn euch mal hier hin ab :)

Püppi, Gismo und ihre Babies:

Wie alles Begann

Vielleicht war der Wunsch nach einer Katze schon lange vorhanden, vielleicht war es auch eine spontane, während eines Krankenhausaufenthaltes gefällte Entscheidung.
Ein Grund war sicherlich, dem Alleinsein und der Einsamkeit zu entkommen.
Was auch immer letztendlich den Ausschlag gegeben hat, im Februar 2010 zogen Püppi und Gismo bei Ihrem Besitzer ein. Doch leider fehlte diesem offensichtlich die Erkenntnis, dass man mit der Anschaffung einer Katze auch eine Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt, dessen Ansprüche und Bedürfnisse weit über "ein bisschen Futter und Wasser" hinausgehen. Tierarztbesuche wurden nicht wahrgenommen, Impfungen blieben aus und gerade die bei einer gemeinschaftlichen Haltung von Katze und Kater so wichtige Kastration erfolgte nicht rechtzeitig.
Und so kam, was kommen musste: Bereits am 24.11.2010 brachte Püppi, eigentlich selbst noch ein Kind, vier kleine Babys zur Welt. Eines musste aufgrund inzestbedingter Krankheiten bereits nach einem Jahr eingeschläfert werden. Lilly, Strolchi und Tiger hingegen mussten mit ihren Eltern zusammen Jahre hinweg ein Dasein fristen, welches von Vernachlässigung und Verwahrlosung geprägt war.

Katastrophale Zustände

Die Lebensumstände und der Alltag dieser fünf Katzen ist eigentlich unvorstellbar. Eine komplett verdreckte Wohnung, ungesäuberte Toiletten, verunreinigte Futter- und Wassernäpfe. Spielzeug, dass seinen Namen nicht verdient hat und zu allem Überfluss Flöhe, Flöhe, Flöhe.
Geöffnete Fenster und frische Luft waren für die Katzen ein Fremdwort. Spielen, streicheln und schmusen mit ihren Menschen reine Utopie. Sie wurden einfach sich selbst überlassen und um das oftmals nicht ausreichende Futter musste stellenweise gekämpft werden.

Die Wende:

Im Juni diesen Jahres wurde, Gott sei Dank, das Veterinäramt informiert, welches den Katzenschutzbund Osnabrück um Hilfe bat. Eine andere Unterbringung stand so spontan nicht zur Verfügung, so dass einige Ehrenamtliche des Katzenschutzbundes zunächst eine komplette Erstversorgung der Tiere in ihrem bestehenden zu Hause unternahmen. Hierzu gehörten neue und ausreichend viele Toiletten, Streu, Futter und eine intensive Flohbehandlung, sowie eine gründliche Reinigung der Umgebung. Zeitweilig wurde die tägliche Fütterung übernommen, so dass sich der Zustand der Katzen ein wenig besserte. Allerdings blieben vor allem Püppi und Lilly recht ängstlich und versteckten sich die meiste Zeit. Am 19.08.2013 wurden Püppi und Lilly dann zum Tierarzt gebracht und kastriert. Um mögliche Komplikationen und Infektionen zu verhindern wurde beschlossen, dass die Beiden nach der OP nicht mehr in ihr altes Zuhause zurückgebracht werden sollten. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin bot sich an die Beiden vorrübergehend bei sich aufzunehmen. Beide tauten in ihrer Pflegestelle schnell auf und ließen sich bereits nach 1 - 2 Tagen streicheln. Nach zweiwöchiger Isolierung wurden Sie dann peu a peu an die bereits vorhandenen Katzen herangeführt und leben jetzt vollständig integriert mit Ihnen zusammen. (Bianca A.)
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Re: Die Messibande, oder ein furchtbarer Inzuchtfall

Beitragvon Eddalotte » Mo Okt 28, 2013 9:03 pm

Zu Lilly und Püppi wurde bereits noch eine einzelne Beschreibung geschrieben:

Püppi ist eine sehr menschenbezogene Katze, die schon nach kurzer Zeit unglaublich zutraulich ist. Sie legt sich dann zu ihren Menschen auf das Sofa, kuschelt sich an oder klettert sogar auf den Schoß, um sich eine Portion Streicheleinheiten abzuholen. Diese genießt sie so sehr, dass sie vor lauter Freude beim Schmusen auch ein wenig sabbert.
Genau so schön findet sie es aber auch, wenn jemand mit ihr spielt. Dies fordert sie auch nach all den Jahren der Abstinenz auch durchaus für sich ein. Allerdings auf eine sehr charmante Art: Sie bringt ihren Menschen das Bällchen, mit dem gespielt werden soll.
Sie ist durchaus sozialisiert, trotzdem zeigt sie sich manchmal gegenüber dominant, vor allem wenn es ums fressen geht. Sie kann daher sowohl zu einer bereits vorhandenen Katze vermittelt werden, wird sich jedoch auch als Einzelkatze wohl fühlen, wenn ihre Menschen genug Zeit für sie haben.
Bisher ist Püppi als reine Wohnungskatze gehalten worden. Man kann zwar gerne versuchen ihr Freigang anzubieten, allerdings ist es möglich, dass sie diesen nicht annimmt, geschweige denn einfordern wird.

Lilly

Lilly hat zwar ein wenig länger gebraucht als ihre Mutter Püppi, aber auch sie ist nach ihrem Umzug in ihre Pflegestelle unglaublich aufgelebt und genießt es ihren Menschen in ihrer Nähe zu haben. Sie ist sehr anhänglich, gibt gerne Köpfchen und lässt sich anfassen und streicheln.
Sie ist aufgeschlossen und erkundet neugieriug ihre neue Umgebung. Sich alleine zu beschäftigen und mit ihrem Bällchen durch die Wohnung zu jagen ist für Lilly absolut kein Problem. Sie spielt jedoch auch unglaublich gerne mit ihren Menschen.

Allerdings ist hier ein wenig Vorsicht geboten, denn unsere Lilly hat sicherlich keine neun Leben wie andere Katzen. Aufgrund eines Genfehlers hat sie zwei Brustbeine die aber nicht zusammengewachsen sind sondern eher wie zusätzliche Rippen wirken auch hat sie zusätzlich mehr Rippen als normal. Da die brustbeine nicht zusammengewachsen sind ist ihr Herz ungeschützt. So könnte sie bei einen ungünstigen Sturz sterben. Aus diesem Grund möchten wir Lilly nur in erfahrene Hände vermitteln, die mit dieser Besonderheit umzugehen wissen. Da die Vermittlung von Lilly voraussichtlich ein wenig schwieriger wird würden wir uns auch sehr über eine Patenschaft freuen. die einen weiteren Aufenthalt in einer schönen Pflegestelle ermöglichen würde.

:herzkatze:
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Re: Die Messibande, oder ein furchtbarer Inzuchtfall

Beitragvon Eddalotte » Di Okt 29, 2013 10:32 am

Strolchi Im Katzenhaus

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Tiger im Katzenhaus

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Püppi in der Pflegestelle

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Lilly und Püppi in der Pflegestelle

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Lilly in der Pflegestelle

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Gismo nun ohne seine Söhne in der Pflegestelle - ganz entspannt

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Gismo mit Pflegemama

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Re: Die Messibande, oder ein furchtbarer Inzuchtfall

Beitragvon Eddalotte » Mi Feb 05, 2014 3:44 pm

Gismo hat ein Zuhause kurz nach Weihnachten gefunden. Tiger und Stolchi sitzen im Tierheim des KSB. Püpi und Lilly sind nach wie vor in ihrer PS
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